Rechtsgrundlagen für Detektive und Detekteien

Die Arbeit einer Detektei muss sich an gesetzlichen Vorschriften orientieren. Hier möchten wir Ihnen die wichtigsten Vorstellen, damit Sie verstehen, warum gelegentlich ein Auftrag nicht angenommen werden kann.

 

Es kommt vor, dass wir mit gewissen Erwartungen kontaktiert werden und mit unserer fachlichen Kompetenz, beispielsweise die Lebensläufe von Ex-Partnern, Kollegen oder Vorgesetzten analysieren, um „verwerfliche“ Fakten herauszufinden, mit denen die Auftraggeber denken, Missbrauch, in welcher Hinsicht auch immer, betreiben zu können.

Diese Anfragen müssen wir jedoch ablehnen, da es uns in den meisten Fällen rechtlich nicht möglich ist zu agieren. Zur Sicherheit seiner Bürger hat Deutschland im Jahr 1977 das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) erlassen.

Aufgrund der gesetzlichen Reglungen, ist ein Detektiv nur bedingt befugt dazu, Informationen über Privatpersonen und Firmen an seinen Auftraggeber weiterzugeben wenn dieser, der Detektei gegenüber ein Berechtigtes Interesse am Erhalt dieser Information nachweist. Kann der/die Auftraggebende dies nicht, ist es keinem seriösen Ermittler möglich diesen Auftrag anzunehmen. 

 

Befugnisse des Detektivs

Juristisch gesehen ist der/die Detektiv/in eine Privatperson und wird auch als solche behandelt. Ein/e Privatermittler/in hat, anders als die Polizei, keine Hoheitsrechte  und darf durch seine/ihre Ermittlungen niemals gegen die Rechte Dritter verstoßen.

Natürlich würden Sie als Auftraggeber/in nicht für einen Rechtsbruch der Detektei zur Verantwortung gezogen werden. Jedoch werden illegal beschaffte Beweismittel vor Gericht nicht zugelassen, was wiederum Ihre Position vor Gericht stark schwächen kann. Ein/e kundenorientierte/r Ermittler/in  zeichnet sich dadurch aus, das er/sie die Informationen und Beweise legal beschafft.

Nachdem die beiden wichtigsten Vorschriften (berechtigtes Interesse und Jedermannsrechte / Befugnisse) nun hinreichend erklärt sein dürften, ist es erforderlich einige weitere Gesetze aufzuzeigen, welche uns als Detektei und Detektive in unseren Möglichkeiten einschränken: 


  • Der höchstpersöhnliche Lebensbereich
    Dieser findet erwähnung im §201a StGB und verbietet jedermann, also auch Detektiven die Erstellung von Bild- oder Videomaterial unter anderem in Wohnungen oder Umkleidekabinen.

  • Der § 201 StGB
    stellt das Abhören von Gesprächen, sowie deren Aufzeichnung, ohne Wissen aller Beteiligten, grundsätzlich unter Strafe.